Die Magie der Rauhnächte

Heute möchte ich dir ein wenig die Magie der Rauhnächte näher bringen und dir verraten, wie ich diese mystisch-magischen Tage gestalte.
Ich bin vor einigen Jahren auf diese besondere Zeit aufmerksam geworden und zelebriere seitdem jährlich meine Rauhnächte.
Ich möchte dich ganz herzlich auf diese kleine „Reise“ einladen – es ist wahrlich ein besonderes Geschenk, das du dir selber damit machst.

Die Rauhnächte finden zwischen dem 24.12. und dem 6.1. statt (12 Tage/Nächte) und sie werden durch die Wintersonnwende (auch Julnacht genannt) am 21. Dezember eingeleitet. Dies ist die dunkelste und längste Nacht des Jahres.
Das Julfest ist ein Fest der Sonne und der Erde. Wir dürfen diese Zeit nutzen, um einzukehren, der Stille zu lauschen. Wir können diese Zeit nutzen für Reinigung, Segnung, Vorbereitung und Vorausschau auf das kommende Jahr.
Ich schaue, dass bis zum 21.12. alle noch offenen Rechnungen bezahlt sind, ich Geliehenes zurück gebe und ich noch offene Angelegenheiten geklärt habe.

Auch wird empfohlen während Weihnachten und Neujahr nicht zu waschen und auszumisten. Ich versuche, soweit als möglich die Putz- und Wäsche-Arbeiten noch vor Beginn der Rauhnächte zu erledigen und abzuschließen. Und als Mutter muß ich gestehen, es ist auch sehr entspannend, wenn mal ein paar Tage „Stillstand“ ist und ich nur das Nötigste tun und erledigen muss.

Die magische Rauhnachts-Zeit

Ich finde diese Tage haben etwas sehr Magisches. Man sagt auch die Rauhnächte sind die „Nächte zwischen den Zeiten“. Die Schleier zur geistigen Welt sind in den Rauhnächten sehr dünn und wir haben die Möglichkeit, uns (leichter) mit unseren Ahnen, mit Geistwesen und Engeln zu verbinden, mit ihnen zu kommunizieren und sie um Hilfe zu bitten. Wir können auch alte Ereignisse und Situationen „klären“ oder transformieren. Auch Energiearbeit, Orakeln und Schamanische Reisen sind in dieser besonderen Zeit sehr effektiv und hilfreich. Wir sind eingeladen, an diesen Tagen unser Leben zu reflektieren, Bilanz auf das vergangene Jahr zu ziehen und uns eventuell auch neu auszurichten. Wir können in diese heilsame Energie und Stille eintauchen, um Fragen zu stellen und wir werden Antworten bekommen. Es ist auch eine Zeit der Vorausschau.

Wunsch-Ritual – 13 Wünsche für das neue Jahr

Am 21.12. nehme ich mir Zeit und notiere mir 13 Wünsche, welche sich im neuen Jahr erfüllen sollen. Ich schreibe die Wünsche dazu auf einen Zettel, falte diesen ganz klein und stecke ihn in ein kleines Stoff-Säckchen. In jeder der Rauhnächte ziehe ich einen Wunschzettel und verbrenne ihn (ungelesen) bei einem kleinen Ritual. Ich schaue dabei dem Papier zu, wie es in Flammen aufgeht, wie es verbrennt und neue Energie dabei entsteht. Ich  beobachte das in Stille und achte darauf, was sich auch in mir abspielt, welche Gedanken hochkommen oder ob ich im Herzen etwas wahrnehme. Die Asche vergrabe ich danach im Garten und ich bedanke mich im Anschluss bei den Elementen für ihre Unterstützung. Ich übergebe somit den Wunsch ans Universum ab und freue mich auf dessen Erfüllung. Genauso verfahre ich an allen 12 Tagen – am Hl. Dreikönigs-Tag bleibt dadurch ein Wunschzettel übrig. Diesen Wunschzettel öffne ich dann und lese ihn: Es ist DER Wunsch, um den ich mich im neuen Jahr SELBER kümmern soll (oder darf).

Klären und Neue Energie durch Räuchern

An bestimmten Tagen wird empfohlen das Haus bzw. jeden einzelnen Raum zu räuchern. Ich habe diesen Brauch noch von meiner Oma in schöner Erinnerung, die vor Hl. Dreikönig immer unser Haus mit Weihrauch geräuchert hat. Diese „Räucher-Tage“ sind am 21.12., 24.12. 31.12. und am 05.01. .

Was dich während der Rauhnächte unterstützt

Folgendes solltest du für die Rauhnächte bereit halten: Räucherkohle, Kräuter, Harze oder Räuchermischungen (Weihrauch, Salbei, Loorbeer, etc.), ein feuerfestes (Räucher)-Gefäß, etwas Erde oder Sand, eine Kerze, Stift und ein kleines Tagebuch. In dem kleinen Büchlein von Jeanne Ruland „Das Geheimnis der Rauhnächte“ findest du auch die wichtigsten Hintergrund-Informationen und Wissenswertes zu den Rauhnächten.
Ergänzend empfehle ich, dir auch ein Orakelset zu besorgen
Ich verwende z.B. sehr gerne folgende Karten-/Orakel-Sets:

– „Maria Magdalena – Rückkehr und Heilung der Weiblichkeit“ von Jeanne Ruland & Marion Hellwig
–  „Körper und Seele“ von Louise L. Hay
– „Das Engel-Therapie Orakel“ von Doreen Virtue
– „Krafttiere“ von Angela Kämper (Kartenset + Deutungs-Buch schamanischer Energien)
– „Mit Engeln spielen“ von Hania Czajkowski

Intuitiv wähle ich daraus in jeder Rauhnacht eine Karte. Diese steht dann für einen bestimmten Monat im neuen Jahr.
Also die Karte, die ich am 25.12. = 1. Rauhnacht (beginnt in der Nacht vom 24. auf den 25.12.) ziehe, steht für den Januar.
die Karte die ich am 26.12. = 2. Rauhnacht (beginnt in der Nacht vom 25. auf den 26.12.) ziehe, steht für den Februar… usw.

Auch am 21.12. schon wähle ich intuitiv eine Karte aus einem Orakeldeck – diese „Energie“ oder Deutung steht dann übergeordnet für das komplette, kommende neue Jahr.

Zu den einzelnen Rauhnächten habe ich eine wunderschöne und hilfreiche Beschreibung von Monika Richrath gefunden, die ich gerne mit dir teilen möchte.
Ich finde die Formulierungen sehr inspirierend und ansprechend und sie sollen dir einfach als kleine „Richtschnur“ dienen. Schaue jedoch auch immer, was dich besonders anspricht oder folge deiner Intuition.
Ich verwende diese Bechreibung jedes Jahr in genau der Art und Weise, verändere oder ergänze nur hier und da evtl. ein wenig.

Wie gestalte ich die Rauhnächte?

Dazu nehme ich mir morgens und abends ca. 15-30 Minuten (oder wenn möglich auch länger) Zeit.
Ich habe ein kleines (Rauhnachts-)Tagebuch und schreibe alles in diesen Tagen darin auf, reflektiere die Fragen und beantworte sie für mich. Dazu meditiere ich gerne davor ein paar Minuten oder gehe in die Natur, um wirklich in der Stille den Antworten aus meinem Herzen (oder meiner Seele) zu lauschen und die Fragen nicht kopfgesteuert zu beantworten.
Am Abend notiere ich mir gerne, was an diesem Tag alles war: Was durfte ich erleben? Was hat mir Freude bereitet? Wo war ich gefordert? Welche Emotionen sind hochgekommen? Wie habe ich mich gefühlt an diesem Tag? Welche Grund-Energie hatte dieser Tag (Schwere, Leichtigkeit, Freude, Angst, Glück, ..).

Das Schöne ist, wenn du ein Rauhnachts-Tagebuch führst, dass du im nächsten Jahr immer wieder mal zu den einzelnen Rauhnächten (und dem entsprechenden Monat) nachschlagen und nachlesen kannst, was du dir notiert hast und zu sehen, wie deine „Vorausschau“ für das neue Jahr war. Und ich bin immer wieder erstaunt, wie treffend so Manches ist oder in welcher Art und Weise vieles davon Realität geworden ist. Ich finde das hat schon was Mystisch-Magisches und es ist in jedem Falle sehr spannend und interessant für mich.

Nun aber zu den einzelnen Rauhnächten – eine Anleitung von Monika Riechrath:

21. Dezember Thema: Reinigung

Heute könnten Sie:

  • aufschreiben, was Sie noch in diesem Jahr loslassen möchten und den Zettel verbrennen
  • Ihre Räume räuchern
  • sich fragen, was Sie in der letzten Zeit gelernt haben
  • ein Orakel für das kommende Jahr ziehen
  • eine Wunschliste für das neue Jahr schreiben
  • sich fragen, was sich bereits Neues ankündigt in diesem Jahr

24. Dezember Thema: Rückschau

An diesem Tag könnten Sie sich fragen:

  • was besonders schön in diesem Jahr war
  • wofür Sie dankbar sind
  • was Sie gelernt haben
  • wer Sie besonders begleitet hat
  • was sich in dem Jahr verändert hat
  • was Sie mitnehmen ins neue Jahr und was Sie zurücklassen

Um 24 Uhr ist der eigentliche Beginn der Rauhnächte.

25. Dezember Thema: Wurzeln, Basis

Ein Familienfesttag zur Stärkung der eigenen Wurzeln. Beginnen Sie an diesem Tag ein Tagebuch und schreiben Sie alles auf, was Ihnen auffällt. Achten Sie auch auf Ihre Träume. Probieren Sie einmal aus, Ihre Fragen in die Träume mitzunehmen und achten Sie auf Antworten.

An diesem Tag könnten Sie

  • sich besonders mit Ihrer Familie beschäftigen und Ihrem Fundament
  • Ihre Wurzeln und Ihre Herkunft würdigen und ehren
  • sich fragen, ob es etwas gibt, das der Heilung bedarf
  • sich überlegen, was Sie brauchen, damit Heilung geschehen kann
  • ein Licht anzünden für alle, die Sie lieben

26. Dezember Thema: Höheres Selbst, Innere Führung

Lauschen Sie heute Ihrer inneren Stimme und suchen Sie die Verbindung mit Ihrem Höheren Selbst.

Heute könnten Sie:

  • Orakel legen, meditieren, sich mit Astrologie beschäftigen, Phantasiereisen unternehmen
  • sich fragen, welche höheren Mächte Sie unterstützen
  • überlegen, welches  Symbol Sie mit in das kommende Jahr nehmen möchten
  • überlegen, welches Tier, welcher Baum, welcher Stein Ihnen Kraft gibt
  • sich fragen, was noch erlöst werden muss
  • sich überlegen, mit welchen Menschen Sie Kontakt haben möchten
  • eine Collage basteln mit Bildern der Kräften, die Sie daran erinnern, dass Sie gut beschützt werden und aufhängen

27. Dezember Thema: Herzöffnung

Dieser Tag ist der Herzenergie gewidmet.

Heute können Sie:

  • überlegen, wer in diesem Jahr für Sie da war
  • sich fragen, für wen Sie da gewesen sind, wem Sie Ihre Liebe und Freundschaft geschenkt haben
  • darüber nachdenken, wer Ihnen Energie geraubt hat
  • sich überlegen, was Ihnen tiefe Freude und Erfüllung schenkt
  • Licht in Ihr Herz atmen und sich vorstellen, dass es sich wie eine Rose öffnet und Liebe hereinströmt
  • über Ihre Herzenswünsche nachdenken und eine Wunsch-Ziel-Collage basteln
  • jeden Wunsch auf einen Zettel schreiben und ihn verbrennen

28. Dezember Thema: Auflösung

Heute sollen all die Dinge, die in den vergangenen Raunächten nicht so gut gelaufen sind, wieder aufgelöst werden, damit Sie positiv in das neue Jahr gehen können.

Heute können Sie:

  • alles Ungute aufschreiben. Formulieren Sie dann auf einem anderen Zettel alles Negative ins Positive um und verbrennen Sie den negativen Text.
  • sich unschöne Erinnerungen bewusst vorstellen und alles in weißes oder violettes Licht tauchen
  • wenn Sie eine/n Heilige/n haben, der/die Sie begleitet, zünden Sie ein Licht an um die Bindung zu stärken und um den göttlichen Teil in Ihnen zum Leuchten zu bringen (ich finde, das klingt wirklich schön)

29. Dezember Thema: Freundschaft

Dabei geht es nicht nur um die Freundschaft zu anderen, sondern auch um die Freundschaft zu sich selbst, um Selbstliebe.

Heute könnten Sie:

  • sich Ihre Freundschaften und Ihre Geschichten ansehen und ehren
  • sich überlegen, was Sie brauchen um Zerwürfnisse, Streit etc. friedvoll zu bereinigen
  • Ihren Freunden mitteilen, was sie Ihnen bedeuten (schriftlich, mündlich oder durch eine liebevolle Geste)
  • Ihre Leistungen in diesem Jahr besonders würdigen
  • sich Gedanken darüber machen, ob es etwas gibt, was Sie selbst sich in diesem Jahr nicht vergeben haben
  • versuchen, sich selbst ein paar Minuten lang sehr positive Gefühle entgegenzubringen

30. Dezember Thema: Bereinigung

Es geht um den Übergang vom Alten in das Neue, darum, was Sie zurücklassen und was Sie mitnehmen möchten.

Heute könnten Sie:

  • aufräumen und räuchern
  • alles entsorgen, was Ihnen nicht mehr dient
  • alles aufschreiben, was Sie nicht mit in das neue Jahr nehmen möchten und den Zettel verbrennen
  • mit Ihrer Familie in Verbindung treten
  • Ihre Familie segnen
  • Ihrer Familie geistige Geschenke machen

31. Dezember Thema: Vorbereitung auf das Neue

Gestalten Sie diesen Tag bewusst.

Heute könnten Sie:

  • ein Bad nehmen um alles Alte abzuwaschen
  • sich mit Menschen umgeben
  • darüber nachdenken, welche Vorsätze Sie im letzten Jahr erfüllen konnten und welche nicht
  • neue Vorsätze fassen
  • die Wohnung mit Weihrauch räuchern
  • Ihr Essen mit der Natur (den Naturwesen) teilen, indem Sie einen Teiler Essen an die Wurzeln eines Obstbaumes stellen (damit Fülle einziehen kann)
  • rote Unterwäsche anziehen (soll glückliche Liebesstunden verheißen)
  • orakeln

1. Januar Thema: Geburt

Wahrscheinlich tun Sie heute nichts anderes, als Sie sowieso tun würden. Der Unterschied liegt aber in der Absicht …

Heute könnten Sie:

  • sich mit Freund/innen treffen
  • Glückssymbole verschenken
  • anderen Menschen Glück und Segenswünsche mit auf den Weg geben
  • das neue Jahr segnen, indem Sie Blumen an Bäume stellen oder ins Wasser geben
  • Hufeisen aufhängen um das Glück einzuladen

2. Januar Thema: Gold, Segen

Besinnen Sie sich auf die eigene Mitte. Die eigene Mitte, der goldene Kern in Ihrem Inneren gibt Ihnen Kraft und Frieden

Heute könnten Sie:

  • aufräumen
  • einen ersten kleinen Schritt zur Umsetzung Ihrer Vorsätze unternehmen
  • eine Meditation machen
  • ein Licht für das neue Jahr entzünden
  • das neue Jahr segnen
  • alles tun (und essen), was Sie und Ihre Mitte stärkt

 3. Januar Thema: Visionen

Heute geht es darum, sich bewusst zu machen, auf welche Art und Weise Sie Ihre Visionen umsetzen.

Heute könnten Sie:

  • sich bewusst machen, welche Visionen Sie eigentlich haben für Ihr Leben
  • überlegen, wofür Sie Ihre Lebensenergie verwenden
  • darüber nachdenken, womit Sie die meiste Zeit verbringen
  • sich Gedanken darüber machen, was Sie tun können um Ihren Visionen einen Schritt näher zu kommen
  • sich Gedanken darüber machen, welche Situationen sich verbessern sollen

4. Januar Thema: Loslassen

Ein Tag für die Beschäftigung mit dem Tod und den großen Fragen des Lebens.

Heute könnten Sie:

  • sich fragen, was Sie auf die Erde bringen wollen
  • nachdenken über Ihr Lebensziel
  • nachdenken darüber, was Ihrem Leben Sinn verleiht
  • nachdenken darüber, was für Sie wirklich wichtig ist
  • einmal aufschreiben, was Sie möchten, das am Ende Ihres Lebens über Sie gesagt wird
  • sich überlegen, was nun vorbei ist
  • sich bewusst machen, wovon Sie sich befreien möchten

5. Januar Thema: Bereinigung

Auch heute können Sie wieder Dinge bereinigen, die in den vergangen Rauhnächten nicht so gut gelaufen sind. Diese Nacht wird die „Nacht der Wunder“ genannt, für die es allerlei Bräuche gibt um Schutz und Segen für das kommende Jahr zu erhalten.

Heute könnten Sie:

  • sich fragen, was Sie auf die Erde bringen wollen
  • alles Ungute aufschreiben. Formulieren Sie dann auf einem anderen Zettel alles Negative ins Positive um und verbrennen Sie den negativen Text
  • sich unschöne Erinnerungen bewusst vorstellen und alles in weißes oder violettes Licht tauchen
  • räuchern, weihen und aufladen

 6. Januar Thema: Segen, Abschluss

Um 24 Uhr in der Nacht auf den 6. Januar gehen die Rauhnächte zu Ende. An diesem Tag sollen sich die feinstofflichen Tore der Anderswelt schließen.

Heute könnten Sie:

  • eine Kerze anzünden und Ihre Notizen aus den letzten Tagen noch einmal in Ruhe durchlesen
  • darüber nachdenken, ob es Themen gibt, die Sie besonders beschäftigt haben
  • sich überlegen, ob Sie in den vergangenen Tagen etwas gelernt haben und ob Ihnen das im neuen Jahr weiterhelfen wird
  • sich die schönen Moment vergegenwärtigen
  • sich überlegen, was Ihnen wirklich gut getan hat und ob Sie davon nicht mehr bekommen können
  • überlegen, ob es ein Wort gibt, das diese Zeit beschreibt

Und du?
Gestaltest du deine Rauhnächte auch besonders?
Teile doch deine Erfahrung damit in den Kommentaren – und inspiriere auch andere damit.

Nun wünsche ich dir eine wundervoll-magische Zeit und viel Freude in deinen Rauhnächten

Herzliche Grüße
Gertraud

 

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